Alle Funktionen im Detail
Candy AI Funktionen: Was die Plattform alles kann
Ich wollte ursprünglich nur die Shorts sehen und bin dann bei Funktionen hängengeblieben, die ich nie testen wollte. Das Abo enthält weit mehr als den Serienkatalog. Manches ist gelungen, anderes ist die Tokens nicht wert. Du findest hier meine Notizen zu jedem Bereich, entstanden beim Ausprobieren und nicht beim Lesen der Funktionsliste.
Tippe unten auf ein Feld, und die Funktion klappt auf. Du siehst, wie du sie bedienst, auf welche Schritte es ankommt und wie ich sie in einem Satz bewerte.
Elliot Shaw·Nutzt Candy AI seit Anfang 2026·Zuletzt geprüft: 10. September 2026
Zu Candy AIIch habe ihr am wenigsten zugetraut, und heute nutze ich sie am häufigsten
KI-Chat
Mit einem Chatbot, dem man eine Perücke aufgesetzt hat, habe ich gerechnet. Dass sich das änderte, lag an einem unspektakulären Dienstagnachmittag. Eigentlich wollte ich zwischen zwei Aufgaben nur zehn Minuten überbrücken, und als ich vom Bildschirm aufsah, waren vierzig vorbei. Der Schreibstil erklärt das nicht, den bekommen viele Modelle hin. Der Grund ist Beständigkeit: Die Figur bleibt, wer sie ist. Gibst du ihr Contra, kontert sie. Stellst du eine Aussage in Frage, die zwanzig Nachrichten zurückliegt, fällt ihr der Widerspruch auf. Das kommt seltener vor, als man annimmt, und an dieser Stelle trennt sich ein Gespräch mit einer Figur von der Unterhaltung mit einer überaus manierlichen Autovervollständigung.
BilanzUngern würde ich diese Funktion hergeben. Um sie einzuschätzen, genügt der kostenlose Tarif; wer das Nachrichtenlimit erreicht, kennt die Antwort längst.
Wie die Oberfläche aufgebaut ist
Man muss hier nichts erklären, und das meine ich anerkennend. Die Gespräche stehen links in einer Liste mit Suchfunktion, der Verlauf füllt die Mitte, das Eingabefeld sitzt unten, so wie du es von jedem Messenger kennst. Oben findest du Name und Foto der Figur. Daneben liegt eine Leiste mit Anrufknopf, Geschenksymbol und Kontextmenü, und ganz am rechten Rand sitzt ein Schalter für die Seitenleiste.
Klick unbedingt auf diesen Schalter. Dann klappt die vollständige Profilkarte der Figur auf: ein Bilderkarussell, eine Kurzbeschreibung und darunter Alter, Statur, Herkunft, Sprache, Beziehungsstatus, Beruf, Hobbys und Persönlichkeit. Die Zeile zur Persönlichkeit solltest du lesen, bevor du den ersten Satz schreibst; sie sagt ziemlich genau, worauf du dich einlässt. Bei einer Figur lautete sie „sarkastisch, frech, heimlich emotional“, und besser hätte man mich nicht vorwarnen können.

Der Stil der Figuren
Figuren aus dem Katalog schreiben wie in einem Rollenspiel. Was sie tun, steht kursiv in Sternchen, was sie sagen, steht in normaler Schrift, und beides verzahnt sich so, wie es ein guter Spielleiter am Tisch erzählt. Zwei Nachrichten später fällt dir das Format nicht mehr auf.
Figuren im Creator-Stil klingen anders. Du erkennst sie am Abzeichen Candy Original: Alles ist kleingeschrieben, mehrere kurze Nachrichten folgen direkt aufeinander, Sternchen kommen nicht vor. Hier schreibt jemand wie ein Mensch im Messenger und nicht wie der Erzähler eines Romans. Zu welcher Sorte eine Figur gehört, siehst du erst an ihrer ersten Antwort, und das macht mehr aus als jede Einstellung, die du verändern kannst.
Zusammengehalten wird das alles von einer Stimme, die konstant bleibt. Eine sarkastische Figur bleibt sarkastisch, auch wenn du nett bist, und eine schüchterne wird nicht plötzlich forsch, nur weil du das Gespräch in diese Richtung lenkst. Du darfst die Unterhaltung überallhin steuern, und die Figur folgt, aber auf ihre Art: Sie kommt ans Ziel, ohne ihren Charakter an deinen Wunsch anzugleichen. Dieser Eigensinn erzeugt das Gefühl, jemand sitze dir tatsächlich gegenüber.

Gruppenchats: was sich dadurch ändert
Oberhalb der Gesprächsliste sitzt die Schaltfläche „New Group“, die mehrere Figuren in einen Verlauf bringt. Das verschiebt die Dynamik: Die Figuren sprechen nun miteinander, nicht nur mit dir, und erstaunlich oft siehst du bloß zu, wie zwei von ihnen aneinandergeraten.
Gleichzeitig erkennst du hier am schnellsten die Schwächen. Wenn zwei starke Charaktere zusammenkommen, reden sie bisweilen aneinander vorbei, statt aufeinander einzugehen. Einen Versuch ist es trotzdem wert; am besten funktioniert das Produkt aber weiter im Zweiergespräch.
Premium oder kostenlos
Ohne Bezahlung
- Chat mit jeder Figur des Katalogs
- Die komplette Chat-Oberfläche samt Suche und Profilleiste
- Eine begrenzte Anzahl an Nachrichten (die genaue Zahl nennt Candy AI nicht)
- Gruppenchats sind dabei
Mit Premium
- Unbegrenzt viele Textnachrichten
- Das Gespräch bricht nicht mehr mitten im Schwung ab
Schritt für Schritt
- 1Figur auswählen oder erstellenEntweder im Katalog suchen oder im Figuren-Editor selbst eine Figur anlegen.
- 2DrauflosschreibenDie Bedienung gleicht einem gewöhnlichen Messenger; im bezahlten Tarif entfällt das Nachrichtenlimit.
- 3Profilleiste aufklappenDas Symbol am rechten oberen Rand zeigt Eigenschaften und Persönlichkeit.
- 4Eine Szene verlangenMit Bild oder Video unter dem Eingabefeld machst du aus dem Augenblick ein Foto oder einen Clip.
- 5Weitere Figuren hinzuholenÜber „New Group“ landen mehrere Figuren im selben Verlauf.
Das Wichtigste
- Bedienung
- Liste, Verlauf, Eingabefeld: Einarbeitung ist nicht nötig
- Schreibstil
- Wie im Rollenspiel: Handlungen kursiv, dazwischen wörtliche Rede
- Konsistenz
- Figur und Gesprächsfaden bleiben über das ganze Gespräch erhalten
- Profilleiste
- Zeigt Persönlichkeit, Beruf, Hobbys, Sprache, Herkunft, Alter, Statur und Beziehung
- Gruppenchats
- Schon im kostenlosen Tarif möglich
Offizielle Website · 18+
Ohne einen einzigen Prompt, und genau das macht den Reiz aus
Bildgenerierung
Der Bild-Knopf sitzt so dezent unter dem Eingabefeld, neben dem Satz „Show me the scene“, dass ich ihn erst nach zwanzig Minuten im Chat bemerkt habe. Das ganze Konzept steckt in dieser Zeile: Prompts musst du nicht schreiben, denn das hast du im Gespräch schon getan, und der Knopf muss sie nur noch einlösen. Ich fand das ehrlich clever und ein wenig entwaffnend. Was du eine halbe Minute vorher beschrieben hast, bekommst du als Bild, und das ist etwas völlig anderes, als Stichwörter in ein leeres Feld zu tippen.
BilanzDer klügste Baustein der Plattform, und die einzige Funktion, die du gratis fair beurteilen kannst. Ohne Prompts auszukommen, bringt dir mehr als ein Quäntchen bessere Bildqualität.
Was nach dem Tippen passiert
Anstelle der Antwort läuft zunächst ein Fortschrittsbalken ab: „Mona sendet ein Foto“, begleitet von einem steigenden Prozentwert und einem Hinweis, dass es ein paar Sekunden dauern kann. Bei mir dauerte es näher an zehn Sekunden, was nicht stört, weil du dem Zähler zusiehst, wie du jemandem beim Tippen zusiehst. Während das Bild entsteht, ist der Bild-Knopf ausgegraut und trägt die Aufschrift „Generating…“; du kannst also nicht aus Versehen ein zweites anstoßen.
Ist es fertig, landet das Bild als gewöhnliche Nachricht im Verlauf, ohne Download und ohne separate Galerie. Das ist so gewollt und wirkt: Du nimmst das Bild als etwas wahr, das dir die Figur zugeschickt hat, und nicht als Resultat einer Software.

Wie nah das Bild am Gespräch bleibt
Das wollte ich genau wissen und habe es deshalb gezielt getestet. Die Figur hatte soeben eine Handlung erzählt: In ihrem Zimmer, mitten in einem Streit, stand sie mit verschränkten Armen da. Ohne eine weitere Zeile zu schreiben, tippte ich auf Bild. Heraus kam ein Schlafzimmer mit der Figur, die Arme verschränkt, so gekleidet, wie sie sich kleiden würde, mit der Frisur und der Brille vom Profilbild.
Daran sind zwei Dinge wichtig. Zum einen richtete sich die Szene nach dem Gespräch, obwohl ich nichts beschrieben hatte. Zum anderen blieb die Figur dieselbe: Sie war es klar erkennbar, nicht ein beliebiges Ergebnis, das mit ihr nur die Haarfarbe teilt. Dass eine Figur über viele Generierungen hinweg wiedererkennbar bleibt, ist hier die eigentliche Hürde, und deshalb greifst du zu diesem Werkzeug und nicht zu einem allgemeinen Bildgenerator.

Wohin die Bilder wandern
Alles Generierte sammelt die Plattform in Collection, zu erreichen über die linke Seitenleiste. Das mag nach Kleinkram für Ordentliche klingen, aber das ändert sich, sobald du vierhundert Nachrichten zurückscrollst, um etwas zu finden. Was du aufbewahren willst, liegt dort schon.
Premium oder kostenlos
Ohne Bezahlung
- Bilder direkt im Chat erzeugen, ohne dafür zu bezahlen
- Vollwertige Ergebnisse, ohne Unschärfe und ohne Wasserzeichen
- Alles Erzeugte liegt anschließend in deiner Collection
Mit Premium
- Explizite Bilder erzeugen (18+)
- Monatlich 100 Tokens Guthaben für die Generierung
- Größere Menge, denn das kostenlose Kontingent geht schnell zur Neige
Schritt für Schritt
- 1Aus dem Gespräch abgeleitetDas Gespräch liefert die Szene; einen Prompt brauchst du nicht.
- 2Nachricht im VerlaufDas Bild steht im Chat, als hätte die Figur es geschickt.
- 3Erkennbare FigurSelbst nach mehreren Generierungen erkennst du die Figur wieder.
- 4Ablage in CollectionDie Ergebnisse bleiben erhalten und verschwinden nicht im Verlauf.
Das Wichtigste
- Fundort
- Im Chat, direkt unter dem Eingabefeld
- Eingabe
- Das Gespräch allein, kein extra Prompt
- Wartezeit
- Ungefähr zehn Sekunden, mit Prozentanzeige
- Konsistenz
- Die Figur ist von Bild zu Bild wiederzuerkennen
- Kostenloser Tarif
- Nutzbar, aber nur begrenzt
- Kosten
- Tokens; der bezahlte Tarif enthält 100 pro Monat
Offizielle Website · 18+
Gleiche Idee, aber bewegt und deutlich kostspieliger
Videogenerierung
Ein Klick rechts vom Bild-Knopf, und schon kostet es spürbar mehr. Ich weiß das, weil an einem einzigen Abend ein großer Teil meiner Monats-Tokens draufging. Dass es der jüngere Teil ist, sieht man: Bilder wirken ausgereift, Video dagegen wie eine Baustelle. Die Clips bleiben kurz, und die Qualität schwankt von Versuch zu Versuch deutlicher. Ich bereue den Test nicht. Seit ich die Token-Kosten kenne, nutze ich Video aber nur noch gezielt.
BilanzZum Hineinschnuppern nett, im Dauerbetrieb zu teuer. Für ein Abo reicht es nicht aus: Wer Videos sehen will, ist mit Shorts für das gleiche Geld besser bedient.
Das Ergebnis im Detail
Es entstehen kurze Clips im Hochformat, dem Format, das auch Shorts verwendet. Du löst sie wie Bilder über „Show me the scene“ aus, wählst aber Video, und auch der Clip landet danach auf demselben Weg im Verlauf.
Länger als auf ein Standbild musst du warten, das überrascht nicht. Neu ist die Streuung: Zwei Generierungen aus fast identischem Moment desselben Gesprächs können in der Qualität spürbar auseinanderliegen. Bei Bildern prüfe ich das inzwischen nicht mehr, bei Videos schon.

Die Token-Rechnung
Mach diese Rechnung besser vor dem Start. Im bezahlten Tarif stehen 100 Tokens pro Monat bereit. Ein Video frisst deutlich mehr davon als ein Bild, und wer eine ganze Sitzung mit Clips verbringt, ist mit dem Guthaben viel früher durch als bei Standbildern.
Offen gesagt: Wenn dich vor allem die Videogenerierung zum Abo bewegt, sieh dir zuerst Shorts an. Dort ist dieselbe Idee zu fertigen, sauber produzierten Serien ausgebaut, die zum Abo gehören und kein Token pro Ansehen kosten. Eigene Clips zu erzeugen macht Spaß als Spielerei; was du dir aber bis zum Schluss ansiehst, wird eher Shorts sein.
Premium oder kostenlos
Ohne Bezahlung
- Der Knopf und sein Platz in der Oberfläche sind sichtbar
- Darüber hinaus bleibt wenig: Kein anderes Generierungswerkzeug ist so konsequent gesperrt
Mit Premium
- Explizite Videos erzeugen (18+)
- Monatlich 100 Tokens, die diese Funktion aufzehrt
- Das Erlebnis „Full Live Action“, mit dem die Tarifseite wirbt
Schritt für Schritt
- 1Derselbe Auslöser wie beim BildIm Chat über „Show me the scene“, nur eben Video statt Bild anwählen.
- 2Nur kurze ClipsKurzes Format, hochkant wie bei Shorts.
- 3Etwas Geduld nötigDauert länger als ein Standbild, und die Qualität streut stärker.
- 4Mehr Tokens pro ClipJede Generierung kostet merklich mehr als ein Bild.
Das Wichtigste
- Fundort
- Im Chat, unmittelbar neben der Bildgenerierung
- Länge
- Knappe Clips statt längerer Szenen
- Konsistenz
- Von Versuch zu Versuch schwankender als bei Bildern
- Kosten
- Tokens, deutlich mehr als für Bilder
- Tarif
- Nur im bezahlten Tarif
Fertig produziert gibt es dieses Prinzip als Candy AI Shorts: ganze Serien in Folgen, im Abo inklusive und ohne Tokens für einzelne Folgen.
Videogenerierung testenOffizielle Website · 18+
Nur die Funktionsliste gelesen, und ich hätte sie verpasst
Sprache und Anrufe
So sehr hat mich keine andere Funktion überrascht, und aus dem Datenblatt allein hätte ich sie nie herausgelesen. Liest du, legst du die Betonung im Kopf selbst fest. Hörst du, ist sie gesetzt. Auf einmal zögert die Figur auf ihre Art, bevor sie antwortet, und dieses kleine Detail macht die Illusion stärker als jeder gute Text. Der Anrufknopf liegt in der Kopfzeile neben dem Namen und ist so klein, dass viele ihn nie antippen.
BilanzBevor du dir eine Meinung zur Plattform machst, tipp einmal auf das Telefonsymbol. Danach wirkt vieles anders, und kein anderes Argument fürs Bezahlen überzeugt so sehr.
Zwei Funktionen unter einem Dach
Streng genommen sind es zwei Modi, und im Alltag haben sie kaum etwas miteinander zu tun. Beim ersten antwortet die Figur mit Audio statt Text, du hörst die Nachricht an wie eine Sprachnachricht von einem Freund. Das passt sich in ein geschriebenes Gespräch ein, ohne dessen Rhythmus zu stören.
Beim zweiten Modus telefonierst du in Echtzeit; gestartet wird er über das Telefonsymbol in der Kopfzeile. Das ist etwas völlig anderes: nicht Tippen, nicht Lesen, nur Reden in dem Tempo, das Menschen eben haben. Dabei zeigt sich auch die Verzögerung am stärksten. Eine Pause, die in Textform wie Nachdenken aussieht, ist beim Telefonieren schlicht Warten, sobald du auf eine Antwort horchst.

Eine eigene Stimme für jede Figur
Eine allgemeine Einstellung für die Stimme, die du einmal triffst und dann vergisst, gibt es nicht. Die Stimme zählt zu den Merkmalen der Figur und wird beim Erstellen gewählt, wer also selbst baut, legt sie gleich fest und nicht hinterher. Figuren aus dem Katalog kommen schon mit Stimme.
Daraus folgt: Klingt die Stimme nicht nach der Figur, die du dir denkst, rettet dich kein Einstellungsmenü, sondern nur ein eigener Entwurf.
Premium oder kostenlos
Ohne Bezahlung
- Anrufknopf und Sprachsteuerung sind zu sehen
- Zum Einsatz kommt Sprache erst im bezahlten Tarif
Mit Premium
- Nachrichten werden als Sprachnachricht beantwortet
- Anrufe in Echtzeit mit einer Figur
- Jede selbst gebaute Figur bekommt eine eigene Stimme
Schritt für Schritt
- 1Antwort als AudioEine Nachricht kann statt als Text auch gesprochen eintreffen.
- 2Anruf in EchtzeitEin Tipp auf das Telefonsymbol oben beginnt ein Gespräch mit Stimme.
- 3Je Figur eine StimmeSie ist Teil der Figur und wird beim Erstellen gewählt.
Das Wichtigste
- Fundort
- In der Kopfzeile des Chats neben dem Figurennamen
- Modi
- Sprachantworten und Echtzeit-Anrufe
- Festgelegt bei der Erstellung
- Bei eigenen Figuren wird die Stimme schon beim Bauen bestimmt
- Tarif
- Nur im bezahlten Tarif
Offizielle Website · 18+
Erst nur kurz reingeschaut, dann eine halbe Stunde geblieben
Figuren-Editor
Ein Eingabefeld für Prompts gibt es hier nicht, und vermutlich ist das Absicht. Ein Assistent führt dich stattdessen durch die Schritte: ein Bildschirm, eine Entscheidung, große Vorschaukarten, ein ausgegrauter Weiter-Knopf, der sich erst nach deiner Auswahl aktiviert. Das Tempo bringt dich dazu, die Sache ernster zu nehmen, als es jedes Textfeld schaffen würde. Zuerst der Stil, dann die Herkunft, dann Haare und Statur, am Ende ein Name. Wenn du beim Namen ankommst, hast du so viele kleine Entscheidungen hinter dir, dass es nicht mehr wie das Einrichten eines Produkts wirkt. Ein Designkniff, den ich zwar erkannt habe, der bei mir aber trotzdem gewirkt hat.
BilanzDiese Funktion macht aus dem Abo eine Gewohnheit. Schau dir die Optionen zuerst kostenlos an, danach entscheidest du.
Ein Durchgang vom ersten bis zum letzten Schritt
Am Anfang will der Editor wissen, was du bauen möchtest: eine weibliche, eine männliche oder eine Trans-Figur. Dann folgt die Wahl zwischen Realistisch und Anime, gezeigt als zwei große Vorschaubilder statt als Dropdown. Dass die Stile als komplette Bilder auftauchen und nicht als Wörter, spart dir Fehlgriffe.
Von da an gehört zu jedem Bildschirm eine Eigenschaft. Herkunft: arabisch, kaukasisch, asiatisch, latein oder schwarz/afro. Haare, Schnitt und Farbe zusammen: glatt, Pony, lockig, hochgesteckt, kurz oder Pferdeschwanz, die Farbauswahl direkt daneben. Statur: schlank, athletisch, durchschnittlich, kurvig oder BBW, die Proportionen danach separat. Hinter Menüs verbirgt sich nichts, denn jede Auswahl steht als Karte offen da.

Hier entscheidet sich der Charakter
Spannend ist der Schlussteil. Du bekommst einen Namensvorschlag, mit Würfelknopf für den Fall, dass er dir nicht passt, und anschließend legen vier Karten fest, wer die Figur im Kern ist: Persönlichkeit, Beziehung zu dir, Beruf und Stimme. Ob du dich kommende Woche noch mit ihr unterhältst, entscheidet sich in diesem Abschnitt, und ausgerechnet hier haken die meisten schnell alles ab.
Beachtenswert: Die Stimme bestimmst du genau an dieser Stelle zusammen mit der Persönlichkeit, nicht später irgendwo in den Einstellungen. Der Editor behandelt sie als Teil der Identität und nicht als Wiedergabeoption.
Zuvor hatte ich mir die Profilleisten einiger Katalogfiguren angesehen, und das empfehle ich auch dir, bevor du baust: Du siehst dort, wie wenige Wörter genügen, um eine Persönlichkeit zu fassen. Bei einer Figur hieß es „sarkastisch, frech, heimlich emotional“, und mit diesen drei Wörtern lag der spätere Gesprächsverlauf richtig vorhergesagt. Geh den Eigenschaftsbildschirm an wie einen Steckbrief für eine Romanfigur, nicht wie ein Formular.

Der Editor ohne Abo
Ohne zu bezahlen kommst du durch den ganzen Assistenten, über jeden Bildschirm und jede Option bis zum letzten Ladeschritt. Nur die Figur selbst erhältst du nicht. Ich habe den Ablauf mit einem kostenlosen Konto vollständig durchlaufen; unter „My AI“ war danach nichts zu finden.
Verstehe den kostenlosen Durchgang deshalb als Blick auf das Angebot, nicht als Umweg zu einer Figur zum Nulltarif. Als Blick ist er tatsächlich nützlich: Du siehst genau, was möglich wäre, bevor du dich fragst, ob dir das ein Abo wert ist.
Premium oder kostenlos
Ohne Bezahlung
- Alle Schritte des Assistenten durchgehen und alle Optionen betrachten
- Als Vorschau auf das Machbare nützlich
- Eine fertige Figur gibt es am Ende nicht
Mit Premium
- Die Figur wirklich erstellen und behalten
- Sie steht in deiner Liste und chattet wie alle anderen
- Eine Stimme, die du schon beim Bauen bestimmst
Schritt für Schritt
- 1Schritt 1 — Typ und StilWeiblich, männlich oder Trans auswählen, anschließend Realistisch oder Anime auf zwei großen Vorschaukarten.
- 2Schritt 2 — Herkunft und AlterErst die Herkunft über Vorschaukarten, dann ein Alters-Regler, der von 18 bis 39+ geht.
- 3Schritt 3 — HaareSchnitt samt Farbe: glatt, Pony, lockig, hochgesteckt, kurz, Pferdeschwanz und mehr.
- 4Schritt 4 — StaturSchlank, athletisch, durchschnittlich, kurvig oder BBW, plus Proportionen.
- 5Schritt 5 — Name und CharakterNamensvorschlag mit Würfelknopf, dann vier Karten für Persönlichkeit, Beziehung, Beruf und Stimme.
Das Wichtigste
- Format
- Schrittweise, mit einer Entscheidung pro Bildschirm
- Stile
- Realistisch oder Anime
- Figurentypen
- Weibliche, männliche und Trans-Figuren
- Alter
- Regler, der bei 18 beginnt; 18 ist die Untergrenze, nicht die Voreinstellung
- Kostenloser Tarif
- Der Assistent funktioniert vollständig, nur die fertige Figur fehlt
- Ergebnis
- Eine eigene Figur in deiner Liste, mit der du genauso chattest wie mit allen anderen
Offizielle Website · 18+
Auf diese Funktion stößt du spätestens bei der Abrechnung
Private Content
Neue Abonnenten bringt kaum etwas so leicht durcheinander wie dieser Bereich, mich eingeschlossen. Auf den ersten Blick wirkt er wie Shorts: Videokarten im Raster, jeweils mit Laufzeit und Gefällt-mir-Zahl. Das Prinzip ist aber ein anderes. Hier gibt es längere, in sich geschlossene Einzelstücke, jedes mit einem eigenen Token-Preis auf der Karte, und das Abo deckt sie nicht ab. Wer von Shorts gewohnt ist, dass das Abo alles freischaltet, rennt hier in eine Falle, und die Oberfläche warnt dich nirgends, bevor du schon drin bist.
BilanzWirf vor jedem Klick einen Blick auf den Token-Preis der Karte, mehr braucht es nicht. Und wer nur etwas zum Anschauen sucht, fährt mit Shorts besser.
Eine Karte lesen
Vier Zahlen stehen auf jeder Karte, und du solltest ihre Bedeutung kennen, bevor du klickst. Die Laufzeit in der Ecke beträgt meist acht oder neun Minuten und liegt damit weit über einer kurzen Shorts-Folge. Die Zahl der Fotos folgt, weil zu jedem Eintrag neben dem Video auch Standbilder gehören. Beim Stern steht der Token-Preis für das Freischalten, beim erhobenen Daumen ein Prozentwert, nämlich die Zustimmung derer, die den Eintrag schon gekauft haben.
Diese letzte Zahl ist die wichtigste. Zum Filtern gibt es nur ein Suchfeld und den Schalter Alle / Beliebteste. Die Zustimmung ist deshalb dein einziger Anhaltspunkt für die Qualität, bevor du Tokens für etwas ausgibst, das du nicht vorab ansehen kannst.

Das Angebot einzelner Figuren
Ein zweiter Zugang fällt leicht durchs Raster. Öffnest du im Chat die Profilleiste einer Figur, steht dort der Bereich „My Private Content“ mit eigenem Zähler: exklusive Fotos und Videos, die ausschließlich zu dieser Figur gehören.
Meiner Ansicht nach hat das mehr Reiz als der allgemeine Strom, denn die Inhalte gehören zu jemandem, mit dem du ohnehin gerade schreibst, und sind kein Katalog, den du beziehungslos durchblätterst.
Private Content oder Shorts
Der Kern: Shorts erscheint als Serie in Folgen und ist mit dem Abo vollständig abgedeckt. Private Content sind längere Einzelstücke, für die du jeweils separat Tokens bezahlst.
Wenn du bloß etwas ansehen willst, bekommst du mit Shorts für jeden Euro erheblich mehr. Private Content kommt in Frage, wenn du eine bestimmte Figur oder ein bestimmtes Stück im Sinn hast, aber nicht, um einen Abend zu füllen.
Premium oder kostenlos
Ohne Bezahlung
- Den gesamten Strom durchsehen und alle Karten anschauen
- Laufzeit, Gefällt-mir-Zahl, Token-Preis und Zustimmung liegen offen
- Freigeschaltet wird nur mit Tokens
Mit Premium
- Jeden Monat 100 Tokens, um Einträge freizuschalten
- Die private Galerie einer Figur direkt aus deren Profilleiste öffnen
Schritt für Schritt
- 1Den Strom durchsehenSuchfeld und Schalter Alle / Beliebteste; auf den Karten stehen Laufzeit, Fotos, Preis und Zustimmung.
- 2Mit Tokens freischaltenDen Preis jedes Eintrags siehst du schon vor dem Öffnen auf der Karte.
- 3Auch über eine FigurDie Profilleiste im Chat enthält den eigenen Abschnitt „My Private Content“.
Das Wichtigste
- Format
- Einzelne Videos zu acht bis neun Minuten, dazu rund 40 Standbilder
- Preis
- Einzelpreis in Tokens, nicht Teil des Abos
- Auf jeder Karte
- Laufzeit, Fotozahl, Token-Preis und Zustimmung
- Sortierung
- Suchfeld plus Schalter Alle / Beliebteste
- Im Vergleich zu Shorts
- Shorts läuft in Folgen und ist im Abo; hier schaltest du jedes Stück einmalig mit Tokens frei
Offizielle Website · 18+
Die Rohre im Keller: unauffällig, bis du sie vermisst
Discover und Collection
Beide Funktionen fasse ich zusammen, weil keine für sich eine Schlagzeile hergibt, beide aber den Gesamteindruck prägen. Discover ist ein Strom zum Scrollen für alle, die nicht wissen, mit wem sie reden wollen; auf diesem Weg habe ich zwei der drei Figuren entdeckt, bei denen ich hängengeblieben bin. Collection liegt am anderen Ende: Alles, was du erzeugt hast, bleibt an einem Ort, statt vierzig Nachrichten höher zu verschwinden. Ein Abo schließt wegen keiner von beiden jemand ab. Fehlen würden sie dir trotzdem auf der Stelle.
BilanzZu beurteilen gibt es hier kaum etwas, aber fang früh mit Discover an: Wer seine Figur blind wählt, kommt am langsamsten zum Ziel.
Discover als Einstieg
Bei diesem Katalog ist es der denkbar langsamste Weg, eine Figur ohne jeden Anhaltspunkt auszusuchen. Discover zeigt Beiträge von Figuren der ganzen Plattform in einem einzigen Strom; nach zwei Minuten Scrollen weißt du besser als bei Namen in einem Raster, wen du anklicken möchtest.
Dazu begegnest du Figuren, nach denen du nie von selbst gesucht hättest, und genau das ist der Zweck eines Stroms. Meine Empfehlung: Fang mit Discover an und nimm erst danach die Figurenliste.

Collection: mehr wert, als der Name vermuten lässt
Alles, was du erzeugst, sammelt sich hier. Nach Büroorganisation klingt das, bis du ein Bild aus einem drei Tage alten Gespräch brauchst und merkst, dass du andernfalls mehrere hundert Nachrichten hochscrollen müsstest.
Daneben liegt „My AI“, die Liste der Figuren, die du erstellt oder hinzugefügt hast. Beide zusammen halten deine Ergebnisse getrennt von den Gesprächen auf, denen sie entstammen, und genau so ist es richtig.
Premium oder kostenlos
Ohne Bezahlung
- Discover lässt sich komplett durchscrollen
- Collection bewahrt auf, was im kostenlosen Tarif entsteht
- My AI existiert, bleibt aber leer, solange du keine Figur anlegen kannst
Mit Premium
- Mehr Material für Collection, denn die Menge hängt von der Generierung ab
- My AI bekommt Inhalt, sobald du Figuren wirklich anlegen kannst
Schritt für Schritt
- 1DiscoverEin Strom zum Scrollen, gefüllt mit Beiträgen von Figuren der gesamten Plattform.
- 2CollectionDeine erzeugten Bilder und Videos liegen hier, statt im Gespräch unterzugehen.
- 3My AIDie Liste aller Figuren, die du selbst erstellt oder hinzugefügt hast.
Das Wichtigste
- Discover
- Ein Strom mit Beiträgen von Figuren der ganzen Plattform
- Collection
- Alles, was du erzeugt oder gesichert hast
- My AI
- Die Figuren, die dir gehören
- Kostenloser Tarif
- Beide Funktionen sind verfügbar
Offizielle Website · 18+
Willst du vor allem die Shorts?
Zum Serienformat gibt es einen eigenen Guide: Katalog, Einstufung, Zugang und Preise.
Probiere die Funktionen
direkt auf der offiziellen Seite aus
- Chat, Sprache, Figuren und Shorts sind in einem Abo enthalten
- Bilder und Videos erzeugst du über ein monatliches Token-Guthaben
- Vor der Entscheidung kannst du dich kostenlos umsehen
Offizielle Website · 18+
Fragen und Antworten
Muss ich jede Funktion separat abonnieren?
Nein. Chat, Sprache, Figurenerstellung und Shorts sind in einem einzigen Candy AI Premium-Abo enthalten. Bild- und Videogenerierung belasten zusätzlich ein monatliches Token-Guthaben, und einzelne Private-Content-Einträge schaltest du ebenfalls mit Tokens frei.
Wofür brauche ich Tokens, und was sind sie?
Tokens sind ein Guthaben, das neben dem Abo läuft; ein bezahlter Tarif enthält 100 pro Monat. Du zahlst damit Bild- und Videogenerierung sowie das Freischalten einzelner Private-Content-Videos. Chat-Nachrichten kosten keine Tokens. Wissen solltest du das, bevor du das Monatsguthaben an einem einzigen Abend aufbrauchst, was mir selbst passiert ist.
Kann ich Candy AI nutzen, ohne Material für Erwachsene zu sehen?
Teilweise. Textchat und Figurenerstellung funktionieren, ohne dass du etwas für Erwachsene erzeugst. Die Plattform als Ganzes ist aber für Erwachsene gedacht und hat eine Altersgrenze, und Shorts sowie Private Content sind von Haus aus Angebote für Erwachsene.
Welche Funktion sollte ich zuerst ausprobieren?
Schaust du lieber zu, als selbst mitzumachen, starte mit den Shorts: Sie sind fertig produziert, eingeben musst du nichts. Möchtest du interagieren, beginne mit dem Chat, bring ein Gespräch in Gang und tippe danach einmal auf den Anrufknopf. Auf diese Reihenfolge bin ich erst nach einiger Zeit gekommen, und ich würde sie jedem empfehlen.